Katzenkastration – Zeitpunkt nicht verpassen

Verantwortungsbewusstes Handeln hilft das Katzenleid zu lindern

 

Im Katzentrakt des Tierheims Hodenhagen geht es momentan vergleichsweise entspannt zu: „Nur“ ca. 30 Samtpfoten warten derzeit auf ein eigenes Zuhause. Doch das Tierheimteam blickt sorgenvoll in die nahe Zukunft. Die Paarungszeit der Katzen beginnt Ende Januar. Da es leider immer noch viele nicht kastrierte Katzen und Kater gibt, werden ab April wieder ungewollte Katzenjunge die Tierheimstuben füllen. Die kleinen niedlichen Fellbündel finden erfahrungsgemäß zwar schnell ein Zuhause, nehmen aber den älteren Katzen oftmals die Chance auf eine Vermittlung. Außerdem werden längst nicht alle Katzenbabys ins Tierheim gebracht. Viele wachsen wild auf und vermehren sich weiter. Werden erwachsene verwilderte Katzen eingefangen und ins Tierheim gebracht, leiden sie dort besonders. Der ungewohnte Kontakt zu Menschen und ein Leben in geschlossenen Räumen versetzt sie in Stress. Hinzu kommt, dass ihre Chance auf Vermittlung in ein liebevolles Zuhause gering ist.

Die unkontrollierte Vermehrung nicht kastrierter Katzen bedeutet viel Leid. Die von uns Menschen domestizierten Tiere sind für ein Leben in Freiheit kaum gerüstet. Verschlimmert wird die Situation durch die enorme Fruchtbarkeit der Katzen. So können aus einem nicht kastrierten Katzenpaar in 7 Jahren rein rechnerisch 420.000 Nachkommen entstehen. Mit jedem Katzenbaby nimmt das Elend zu. Laut Angaben des Deutschen Tierschutzbundes leben rund 2 Millionen verwilderte Katzen in Deutschland. In einigen Gebieten in Deutschland gibt es bereits eine Kastrations- und Registrierungspflicht für Katzen mit Freigang. Dies ist ein großer Schritt für den Tierschutz.

Wer im vergangenen Jahr ein Katzenbaby bei sich aufgenommen hat, sollte nun einen Kastrationstermin mit einem Tierarzt vereinbaren. Denn Katzen können ab dem vierten Lebensmonat geschlechtsreif sein. Mancher Besitzer wird von dem ins Haus stehenden Nachwuchs überrascht. Dass eine Katze vor der Kastration aus gesundheitlichen Gründen einmal werfen oder zumindest rollig werden soll, ist eine längst überholte Weisheit. Hierfür gibt es keine medizinischen Gründe.

Auch Besitzer von reinen Wohnungskatzen und -katern sollten ihre Tiere kastrieren lassen, denn schon ein einziger versehentlicher Freigang kann zur unerwünschten Vermehrung führen. Nicht kastrierte Katzen, die nicht gedeckt werden, können außerdem eine Dauerrolligkeit erleiden, hervorgerufen durch eine hormonelle Vergiftung. Unkastrierte Kater hinterlassen übelriechende Duftmarken. Es ist nachgewiesen, dass kastrierte Katzen und Kater gesünder sind und länger leben. Dadurch, dass sie sich nicht verpaaren und weniger Revierkämpfe ausfechten, ist die Ansteckungsgefahr für Krankheiten deutlich geringer. Kastrierte Katzen sind häuslicher und weniger aggressiv.

Auch das Füttern wild lebender Katzen sollte unbedingt immer mit deren Kastration einhergehen. Das Tierheim Hodenhagen berät und unterstützt Sie gerne. Katzenfallen stehen zum Ausleihen bereit. Bitte rufen Sie uns an: 05164/1626.