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Walsroder Zeitung vom 28.01.2009
Beim Testament auch an Pflege der vierbeiner denken / Sorgenkinder
Wenn Herrchen oder Frauchen sterben, bleiben nicht nur trauernde Vierbeiner zurück - oft landen sie heimatlos im Tierheim. Nicht alle Erben wollen oder können sich um den schnurrenden oder bellenden Nachlass kümmern. Aktueller Fall: Im Hodenhagener Tierheim musste gerade eine ganze Katzenfamilie aufgefangen werden.
Hodenhagen (jn). Noch etwas ängstlich lugten das schwarz-weiße Katzenduo aus seinem Weidenkorb hervor. Nur ganz vorsichtig können sich die Tierheim-Mitarbeiter den Neuankömmlingen nähern. Die anderen vier Samtpfloten sind ebenso zurückhaltend - so ganz haben sie den Umzug noch nicht verkraftet. Aber es ging nicht anders: Nach dem Tod ihres Frauchens konnte sich der Erbe nicht um den tierischen Nachlass kümmern. Nun sucht das Tierheim nach einem neuen Zuhause für die sechs süßen Stubentiger.
"Es ist immer mal wieder so, dass Hunde und Katzen allein zurückbleiben", weiß Tierheim-Mitarbeiterin Elke Graf. Manche "vermachen" ihre vierbeinigen Lieblinge sogar per Testament dem Tierheim. Eine wenig sinnvolle Regelung: "Denn zu uns kommen sie sowieso, wenn sich keiner kümmern kann." Besser ist es, rechtzeitig zu regeln, wer sich im Krankheitsfall um die geliebten Vierbeiner kümmert. Dies kann im Testament festgelegt werden.
Sterben Herrchen oder Frauchen, leidet das Tier nicht nur unter dem Umzug. "Gerade Hunde trauern intensiv", weiß Elke Graf. Werden sie jedoch von einer neuen Familie liebevoll aufgefangen, kann der Schrecken überwunden werden.
Aber nicht nur die "verwaiste" Katzenfamilie, sondern auch andere Notfälle, wünschen sich dringend ein neues Zuhause. Z.B. der zuckerkranke Kater "Goliath", der mit seiner stattlichen Größe ein echter Kuschelbär ist.
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| Sie blieben allein zurück: Eine sechs-köpfige Katzenfamilie sucht nach dem Tod ihres Frauches ein neues Zuhause. Die 5 bis 6 Jahre alten schwarz-weißen Tiger sind noch etwas zurückhaltend. |
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Sie will nur kuscheln: Die 10 Jahre alte Bozy wurde von Artgenossen zu-sammengebissen, ist deswegen bei Tieren etwas schüchtern. Bei Menschen hingegen will sie nur eines: kuscheln, kuscheln, kuscheln. |
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Schnurrender Riese: Der 10 Jahre alter Kater Goliath ist ein stattlicher Bursche, der jede Streicheleinheit genießt. Da er zuckerkrank ist, benötigt er Medikamente - das Tierheim bietet Unterstützung für eine Pflegefamilie. |
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| Reinrassig: Perserkatze Penny wurde völlig verwahrlost bei Grethem/Gilten aufgefunden. |
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