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Walsroder Zeitung vom 19. Januar 2008
Tierschutzverein wieder mit komplettem Vorstand / Ruhige Versammlung
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| Der amtierende Vorstand (v. li.):Astrid Schlichting (Verwaltungsrat), Kerstin Müller (Schriftführerin), Cornelia Magson (Beisitzerin), RenateThiele (erste Vorsitzende), Ulla Schliekelmann (Beisitzerin), Karin Künzel (Beisitzerin), Edda Sassen (Beisitzerin), Silvia Lühning (zweite Vorsitzende) und Horst Becker (Schatzmeister) |
Der Vorstand des Tierschutzvereins Altkreis Fallingbostel ist wieder komplett: Nachdem im vergangenen Jahr mehrere Führungsmitglieder zurückgetreten waren, konnten am Donnerstag die freigewordenen Positionen neu besetzt werden. Dabei blieb der erwartete Ärger aus: Nachdem im Juni 2007 wegen interner Streitigkeiten eine allzu turbulent verlaufene Jahreshauptversammlung noch abgebrochen werden musste (WZ berichtete), gab es am Donnerstag keinerlei Störungen.
Hodenhagen (jn). Fast ein bisschen ungläubig schaute die erste Vorsitzende Renate Thiele in die Runde, als auch beim Punkt "Verschiedenes" niemand das Wort ergriff. Keine hartnäckigen Nachfragen, keine Kritik, keine lautstarken Zwischenrufe: Die Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Altkreis Fallingbostel lief am Donnerstagabend wie am Schnürchen - als hätte es niemals Querelen gegeben. Nur der ungewöhnlich groß gewählte Veranstaltungsort in der Aller-Meiße-Halle, die Mikrofone, die eingens bestellten neutralen Zähler und vorgefertigte Stimmkärtchen deuteten darauf hin, dass der Vorstand mit mehr Turbulenzen gerechnet hatte und sich keine formalen Patzer erlauben wollte.
Dass eine funktionierende Vereinsarbeit auch dringend gebraucht wird, zeigte die von Renate Thiele vorgestellte Jahresstatistik: Mit 667 Tieren wurden 2006 erneut mehr Vierbeiner als im Vorjahr (589) im Tierheim Hodenhagen betreut. Sorge bereitet ddabei vor allem die kontinuierlich steigende Zahl der Katzen: 337 Samtpfoten landeten 2006 in den Katzenstuben - und nur die wenigsten wurden vom Eigentümer wieder abgeholt. Auch die soziale Situation wirkt sich aus: "Wir bekommen immer häufiger Tiere von HartzIV-Empfängern", so die Vorsitzende. Zum Teil sei mit Futterspenden vermieden worden, dass die Vierbeiner aus finanziellen Gründen abgegeben werden. Eine Besserung sei nicht in Sicht.
Schatzmeister Horst Becker betonte, dass auch die finanzielle Situation des Tierschutzvereins nicht allzu rosig sei: "Die Liquidität geht nach unten. Und wir müssen uns Konzepte überlegen, wie wir überleben." Dazu zählt unter anderem, dass für die Hunde seit Juni kein Futter zugekauft werde, sondern ausschließlich Futterspenden genutzt werden. Zudem setzt der Vorstand verstärkt auf Ehrenamtliche, um Personalkosten zu reduzieren: "Wir brauchen wirklich Hilfe, sind auf jede helfende Hand angewiesen", appellierte Renate Thiele an die rund 75 anwesenden Mitglieder.
Bei den Ersatzwahlen zum Vorstand kamen neu hinzu: Silvia Lühning als zweite Vorsitzende, Kerstin Müller (Schriftführerin), Karin Künzel (Beisitzer), Astrid Schlichting (Verwaltungsrat).
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Betont Sachlich
Keine Nicklichkeiten, keine Anfeindungen, keine Zwischenrufe. Betont sachlich ging es zu bei der Versammlung des Tierschutzvereins am Donnerstag. Und das ist gut so. Denn auch wenn so manchem die Vorstandsgesichter noch immer nicht gefallen mögen: Es gibt zumindest wieder Menschen, die gemeinsam den Verein lenken wollen.
Der Weg ist nun frei für den dringend benötigten Neustart. Dabei müssen die alten Vorstandmitglieder beweisen, dass die an ihrer Vereinsführung geübte Kritik nicht gerechtfertigt war und dass sie gemeinsam mit den Neuen auch zukunftsweisende Impulse geben können. Es bleibt zu hoffen, dass der Tierschutz im Altkreis nun nicht länger durch persönliche Befindlichkeiten gehemmt wird - zum Wohle der hilfsbedürftigen Vierbeiner: Janet Niemeyer |
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